Keine Zeit zum Lesen? Das Wichtigste kurz ☕️Unsere Strand-Gamechanger mit drei kleinen Kindern: auslaufsichere Seifenblasen, Sandspielzeug + Gießkanne, Autos für Sandstraßen, Murmeln/Flummis für Kugelbahnen, Muscheln sammeln und mit Acrylstiften, Wasserfarben, Kleber & Glitzer gestalten. Ein Pop-up-Zelt war unser Rückzugsort. Eine kleine mit Wasser gefüllte Box davor hielt Füße, Hände, Zelt und Snacks deutlich sandfreier. Ergebnis: beschäftigte Kinder, weniger Streit – und tatsächlich ein paar Minuten Eistee für uns Eltern. 😄

…plötzlich konnten wir uns unterhalten und unseren Eistee austrinken
Strandurlaub mit Kindern klingt immer so herrlich entspannt. Man liegt am Meer, die Kinder spielen friedlich im Sand und man selbst genießt in Ruhe sein Getränk. Wer mit mehreren kleinen Kindern unterwegs ist, weiß aber: Ganz so sieht es meistens nicht aus. 😅 Einer möchte ins Wasser, der Nächste hat Hunger, irgendwo fliegt Sand ins Essen und zwischendurch wird darüber gestritten, wem jetzt eigentlich die Schaufel gehört.
In unserem letzten Urlaub hat es aber tatsächlich erstaunlich gut funktioniert. Nicht, weil wir irgendein ausgeklügeltes Beschäftigungsprogramm vorbereitet hatten, sondern weil wir ein paar ganz einfache Sachen dabeihatten, die sich immer wieder anders benutzen ließen. Die Kinder konnten viel selbst machen, wir haben zwischendurch mitgespielt und – das war für uns fast das Beste – mein Mann und ich konnten uns auch mal zurücklehnen, unseren italienischen Eistee trinken und mussten ausnahmsweise erstaunlich wenig Streit schlichten.
Ein absoluter Klassiker waren natürlich Eimer, Schaufeln, Förmchen und Gießkanne. Gerade die Gießkanne würde ich beim nächsten Strandurlaub wieder einpacken. Wasser holen, Gräben füllen, Sandburgen bauen, matschen – daraus entstehen bei Kindern gefühlt immer wieder neue Spiele.
Wir hatten außerdem kleine Autos dabei. Im Sand haben wir gemeinsam Straßen gezogen, Berge gebaut, Tunnel gegraben und richtige Strecken für die Hot-Wheels-Autos angelegt. Dafür braucht es keine große Rennbahn und kein besonderes Zubehör. Ein paar Autos und Sand reichen völlig.
Ähnlich einfach war unsere selbst gebaute Kugelbahn im Sand. Wir haben kleine Bahnen, Kurven und Gefälle gebaut und anschließend Murmeln oder Flummis herunterrollen lassen. Dann wurde verändert, neu gebaut und ausprobiert, welche Kugel schneller oder weiter rollt. Bei kleinen Kindern natürlich nur gemeinsam und unter Aufsicht, weil Murmeln und kleine Flummis verschluckt werden können.
Was ich für den Strand inzwischen auch richtig praktisch finde, sind Seifenblasen, die nicht einfach auslaufen können. Bei normalen Seifenblasen sehe ich sonst schon vor meinem inneren Auge, wie nach zwei Minuten der komplette Inhalt im Sand liegt. 😅 Mit einer auslaufsicheren Variante konnten die Kinder viel selbstständiger spielen und ich musste nicht permanent danebenstehen.
Und dann kamen die Muscheln. 🐚 Eigentlich ist schon das Sammeln von Muscheln und schönen Steinen eine Beschäftigung für sich. Bei uns wurde daraus aber noch viel mehr. Wir hatten Wasserfarben, Acrylstifte, flüssigen Kleber und – ganz wichtig – jede Menge Glitzer dabei. ✨

Die Muscheln wurden bemalt, mit den Acrylstiften verziert oder erst mit flüssigem Kleber bestrichen und anschließend mit Glitzer bestreut. Und ja: Glitzer im Urlaub mit drei kleinen Kindern klingt erstmal nach einer ziemlich fragwürdigen Entscheidung. 😂 Aber die Kinder hatten so viel Spaß damit, dass ich ihn wieder mitnehmen würde.
Aus den schönsten Muscheln kann man zuhause sogar kleine Urlaubserinnerungen machen. Wenn sich eine Muschel dafür eignet, kann man vorsichtig ein Loch hineinbohren und daraus beispielsweise einen Kettenanhänger machen. Ich finde das auch als kleines Mitbringsel wunderschön – etwas, das die Kinder selbst am Strand gefunden und anschließend gestaltet haben.
Mit Kleber und Sand lässt sich ebenfalls einiges machen. Wir haben damit kleine Bilder gestaltet und Hand- oder Muschelabdrücke ausprobiert. Etwas Kleber aufs Papier, Sand darüber, den überschüssigen Sand abschütteln und anschließend nach Lust und Laune weiter verzieren. Natürlich durfte auch hier wieder Glitzer dazu. Bei uns gilt offenbar: Wenn schon Sand überall, dann wenigstens mit Glitzer. 😅✨
Unser einfachster Trick gegen Sand im Pop-up-Zelt
Eine Sache hat uns dabei überraschend viel Nerven gespart. Unser Pop-up-Zelt war für uns nämlich nicht nur Sonnenschutz. Die Kinder konnten darin spielen, sich ausruhen oder sich einfach mal vom Trubel am Strand zurückziehen. Deshalb wollte ich nicht, dass nach kürzester Zeit der komplette Sand darin liegt – und vor allem nicht zwischen unseren Snacks und dem Essen.
Wir haben dafür einfach eine kleine Box genommen, in der wir sonst Sandspielzeug transportiert haben, und sie vor dem Zelt mit etwas Wasser gefüllt. Bevor jemand ins Zelt kam, wurden kurz Füße und bei Bedarf auch die Hände abgespült und abgetrocknet.
Das war so banal und gleichzeitig so praktisch. Viel weniger Sand auf den Handtüchern, weniger Sand im Zelt und keine kleinen sandigen Hände, die direkt danach in die Snackbox greifen.
Überhaupt waren unsere Boxen in diesem Urlaub ein kleiner Gamechanger. Wir hatten unsere Sachen so einfach und pragmatisch sortiert und beschriftet, dass jeder wusste, was wo hingehört. Und mein Mann musste nicht ständig fragen, wo irgendetwas ist. 😂
Ich weiß nicht, ob dieses System für jeden so eine große Erleichterung wäre oder ob es einfach mein ADHS-Hirn außergewöhnlich glücklich gemacht hat – aber für mich hat es unglaublich viel Mental Load rausgenommen. Wie wir die Boxen genau gepackt und beschriftet haben, erzähle ich euch aber in einem eigenen Beitrag. Das verdient nämlich wirklich einen eigenen Platz.
Was für uns am Ende den Unterschied gemacht hat
Ich glaube, mein größtes Learning aus diesem Urlaub war, dass Kinder am Strand gar nicht ständig neues oder besonderes Spielzeug brauchen. Wir hatten ein paar einfache Dinge dabei – Sandspielzeug, Gießkanne, Autos, Murmeln und Flummis, Seifenblasen, Wasserfarben, Acrylstifte, flüssigen Kleber und natürlich viel zu viel Glitzer – und haben mit dem gearbeitet, was sowieso da war: Sand, Wasser, Steine und Muscheln.
Wir haben gemeinsam gespielt und gebastelt, aber wir Eltern mussten nicht die ganze Zeit Animateure sein. Die Kinder konnten sich beschäftigen, zwischendurch ins Pop-up-Zelt zurückziehen und später wieder etwas Neues anfangen.
Und wir?
Wir saßen tatsächlich zwischendurch nebeneinander am Strand, haben unseren Eistee getrunken und konnten uns einfach mal unterhalten.
Mit drei kleinen Kindern würde ich sagen: Das zählt definitiv als Erholung. ☀️😄
